
Willkommen im Val Cama
Die Fondazione Alp de Lagh begrüsst sie zusammen mit der Familie Ulrich auf der Alp de Lagh
Unwetterkatastrophe im Misox vom Freitag, 21. Juni 2024
Die Gemeinde Cama hat am 29. Juli entschieden, dass der Weg ins Val Cama ab sofort begehbar und somit wieder geöffnet wird. Bei Gewittern mit Starkregen ist weiterhin Vorsicht geboten.
Spendenaufruf
Die Wiederinstandstellung des Weges wird weiterhin hohe Kosten verursachen. Dazu kommt, dass die Älplerfamilie auf der Alp ist, und durch die Einschränkung des Tourismus eine Einkommenseinbusse erleiden wird. Wenn bis im Herbst der Zugang nicht wieder erstellt werden kann, müssen die Tiere mit dem Helikopter ins Tal gebracht werden, was ebenfalls hohe Kosten bedeutet.
Die Fondazione Alp de Lagh ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen und dankbar für jede Spende auf Konto: CH35 8080 8004 8089 6139 3 Raiffeisenbank Moesano
Mit dem Vermerk: "Wiederinstandstellung Sentiero" oder "Unterstützung Alpbetrieb"
Herzlich willkommen
Liebe Wanderer und Freunde des Val Cama
Wir erwarten immer viele Gäste in unserem wunderschönen Tal. Um ein gutes Zusammenleben mit dem Alppersonal zu ermöglichen, bitten wir Sie, Ihre Hunde an der Leine zu führen und das Platzieren von Zelten auf den Weiden zu unterlassen.
So kann die Familie Ulrich und ihre Mitarbeiter die alpinen Produkte bestmöglich zubereiten und
Sie mit Freude begrüssen!
Herzlichen Dank!
Und der Natur zuliebe: bitte nehmen Sie Ihre Abfälle wieder mit nach Hause!
Das Val Cama und die umliegenden Täler sind noch ein "Geheimtipp" für Wanderer, Bergsteiger und Naturliebhaber. In diesem Gebiet ist nun sogar eines der grössten Waldreservate der Schweiz entstanden. Das Tal liegt südlich des Alpenhauptkammes im italienischsprachigen Misox (Kanton Graubünden) und gehört zu den Gemeinden Grono und Cama. Es ist nur zu Fuss erreichbar.
Attraktiver Anziehungspunkt ist der "Lagh de Cama", welcher von einem mächtigen Amphitheater an Bergketten umrundet wird. Direkt am See liegt die "Alp de Lagh". Sie ist bekannt für die im Natursteinkeller gereiften Käsespezialitäten aus Ziegen- und Kuhmilch.
Die Alp de Lagh bietet während der Sommersaison Übernachtungen und Essen an. Weitere Infos

Standort
Das Val Cama liegt in der Schweiz, südlich des Alpenhauptkammes im Kanton Graubünden. Es ist ein
Seitental des Misox.
Das Misox erstreckt sich vom San
Bernardino Pass bis an die Tessiner Grenze, kurz vor Bellizona.
Durch das Misox fliesst die Moesa, die kurz hinter der Tessiner
Grenze in den Ticino mündet.
Im Misox wird Italienisch gesprochen. Das Val Cama gehört zum Gemeindegebiet von Grono und Cama.
Lageplan siehe unten
Anreise
Mit dem öffentlichen Verkehr
Mit dem Zug bis Bellinzona oder Chur/Thusis. Von den beiden Ortschaften gehen stündlich Busse nach Cama.
In Cama, an der Haltestelle "Municipio" zweigt schräg gegenüber die "Via Trambacqua" ab.
Der Weg führt dann über die Moesa geradeaus über die Autobahn zum Weiler Ogreda. Hier befindet sich am Rand des Waldes ein grosszügiger Parkplatz, wo der Wanderweg ins Val Cama beginnt.
Mit dem Auto
Wer von San Bernardino kommt, nimmt die
Autobahnausfahrt "Lostallo". Von hier weiter talauswärts nach Cama. Ca. in der Dorfmitte, schräg gegenüber dem Ristorante "Della Posta" zweigt von der Hauptstrasse links die "Via Trambacqua" ab.
Der Weg führt dann über die Moesa geradeaus über die
Autobahn zum Weiler Ogreda. Hier befindet sich am
Rand des Waldes ein grosszügiger Parkplatz, wo auch der Wanderweg ins Val Cama beginnt.
Wer von Bellinzona kommt, nimmt die Autobahnausfahrt
"Grono Nord" talaufwärts nach Cama.
Ca.in der Dorfmitte beim Ristorante "Della Posta" zweigt rechts von der Hauptstrasse die "Via Trambacqua" ab.
Dann wie oben beschrieben zum Parkplatz im Weiler Ogreda.
Geschichte des Val Cama
Erste historische Aufzeichnungen aus dem Jahr 1384
Die Gemeinden Cama und Verdabbio (Fraktion von Grono, seit der Fusion 2017) lagen lange Zeit im Streit um das Val Cama.
Im Jahre 1384 wurde dann eine schriftliche Vereinbarung
unterzeichnet. Diese beinhaltete, dass Verdabbio ein Teil des
Val Cama bekam. Im Gegenzug erhielt Cama gute Felder und
Weinreben im Talgrund des Misox. Im 16. und 17.
Jahrhundert gab es immer wieder Konflikte über die
Grenzziehung. Abgesehen von kleineren Veränderungen
sind diese aber beibehalten worden.
Mittels Trockenmauer wurde die Gemeindegrenze festgelegt. Eine Besonderheit ist, dass die Grenze im
weiteren Verlauf durch den See gezogen wurde.


Menschliches Tun in früheren Zeiten
Vor allem die zahlreichen Alpgebäude belegen die Präsenz des Menschen im Val Cama. Es ist dokumentiert, dass im Jahr 1577 "Nicolao da Valdort" mit Hilfe seiner Brüder ein
Alpgebäude am Lagh de Cama erbaute. Von den Einwohnern
von Verdabbio wurde gegen Mitte des 17. Jahrhunderts die
abgelegene Alp Broieta errichtet.
Vielfältige Nutzung des Tals
» Wälder: Alte Dokumente belegen, dass bereits im Jahr 1504 Bergholz aus dem Val Cama verkauft wurde. Sehr
wahrscheinlich wurde dieses Holz schon für den Bau der
Steinbrücke über die Moesa benutzt, die 1978 durch ein
Hochwasser zerstört wurde.
» Gelber Enzian: Zwischen 1862 und 1865 wurden Wurzeln
des Gelben Enzians im Val Cama für die Schnapsherstellung
ausgegraben. Die Gemeinde Cama erteilte an einen
professionellen Schnapsbrenner hierzu die Erlaubnis.
» Baumharz: Es ist bekannt, dass die Gemeinde Cama im Jahr 1862 für 20 Franken das Recht verkaufte, im Wald von
Besarden Baumharz aus Fichten und Föhren zu gewinnen. Das Harz wurde für die Herstellung von Holzfässern und Schnüren verwendet. Es wurde aber auch von Apothekern nachgefragt.
» Holzkohle: Im 19. Jahrhundert hatte die Ära der
Holzkohlegewinnung (Köhlerei) begonnen. Heute findet man
im Val Cama an unerwarteten Orten geebnete Flächen. Hier
wurde Totholz, welches z. B. von Lawinen mitgerissen wurde,
verkohlt. Holzkohle hat gegenüber Holz den Vorteil, dass sie
ohne Flammen und unter grösserer Hitzerzeugung verbrennt, zudem ist sie leichter ins Tal zu transportieren.